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Rum Herstellung

Rum Herstellung

Egal ob ein Rum aus Melasse (dickflüssiger Zuckerrohrsirup) oder aus frischen Zuckerrohrsaft (der Rum nennt sich dann „Rhum Agricole“) hergestellt wird, gäbe es die Zuckerrohrpflanze nicht, würde auch die vielfältige Spirituose überhaupt nicht existieren. Wenn man so möchte, entsteht Rum also aus dem Abfallprodukt der Zuckerherstellung.

Da das Zuckerohr wird vor allem in vielen karibischen Ländern angebaut wird, entstehen dort auch die besten Rumsorten. Die Rum Herstellung ist zwar kein komplizierter Prozess, einen guten Rum auf den Markt bringen zu können, erfordert dennoch große Kenntnisse und viel Erfahrung.

Beim Rum aus Melasse wird der dickflüssige Zuckerrohrsirup mit Wasser verdünnt und danach mit Hefe zum Gären gebracht. Ohne die Verdünnung mit Wasser, könnte man den Gärprozess nicht in Gang bringen. Die meisten der in unserem Rum Online Shop erhältlichen Rumsorten werden aus Melasse hergestellt.


Danach wird die Flüssigkeit in Stahltanks oder Eichenfässern gelagert. Bei manchen Rumsorten kommen auch beide Lagertechniken zum Einsatz. Ohne Eiche kann die Spirituose nie die Aromenvielfalt eines guten Rums erhalten. Geschmacksnuancen wie Caramell, Honig und Vanille erhält ein guter Rum durch die Aufnahme von Geschmacksstoffen aus den Holzfässern. Mit Hilfe der Eiche kann ein kräftiges und würziges Aroma, aber auch eine angenehme Milde und Cremigkeit erzielt werden. Ein richtig guter Rum, der später pur genossen werden soll, reift viele Jahre in Eichenfässern, erhält dabei eine dunkelbraune Farbe und wird milder und vielschichtiger.


Aroma und Geschmack sind jedoch nicht nur von der Zusammensetzung der Maische, des Destillationsverfahrens und von der Lagerung abhängig, sondern auch von dem sorgfältigen Verschneiden (Blend) verschiedener Sorten. Ein 10jähriger Rum reift nämlich nicht im Ganzen zehn Jahre in einem Fass, sondern es wird immer wieder neuer Rum hinzugegeben. Dies ist notwendig, um den Alkoholgehalt konstant zu halten.


Manche Hersteller geben Zusätze von Trockenfrüchten (Rosinen, Ananas…), Gewürzen (Vanilleschoten, Nelken,  Zimt…), oder anderen Stoffen wie zum Beispiel Akazienrinde, Pfirsichblätter und Pflaumenextrakt bei. Damit ein junger Rum eine dunkle Farbe erhält, mischt mancher Produzent außerdem Farbzusätze (Zuckercouleur oder Caramelsirup) bei. Ein junger Rum (z.B. ein Dreijähriger) ist normalerweise weiß und nicht braun.

 

 

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