Rum Geschichte
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Das Ausgangsprodukt für die Herstellung von Rum ist die Zuckerrohrpflanze. Erzählt man die Rum Geschichte, so muss vorher auf die Geschichte der Pflanze eingegangen werden. Das Zuckerrohr stammt nämlich nicht aus der Karibik, sondern gedieh auf den ostindischen Inseln. 1000 Jahren ist es her, dass man die Pflanze über Arabien in unsere Breitengrade entführte. |
Ähnlich wie bei den Zigarren, war es Christoph Kolumbus, der durch seine Entdeckungsfahrten für die weitere Verbreitung der Zuckerrohrpflanze sorgte.
Holländische Siedler dürften dann die nächsten gewesen sein, die sich zu Beginn des 17. Jahrhunderts um die ersten Destillate kümmerten. Auf den Antillen sollen sie einen Brand aus Zuckerrohr herstellt haben. Diese erste Form des Rums verbreitete sich bis in die süd- und nordamerikanischen Anrainerstaaten der Region, wobei starke regionale Unterschiede im Geschmack festzustellen waren. Auch die British Royal Navy wusste die Spirituose zu nutzen: es wurde als Beruhigungs- und Desinfektionsmittel eingesetzt. 1731 ging man sogar so weit, den Ausschank von einem Pint Rum pro Tag für die gesamte Marine einzuführen. So erhielt der Rum den Spitznamen "Kill-Devil". Die beschwipsten Matrosen waren dank der Spirituose bereit, es sogar mit dem Teufel aufzunehmen…
Die modernen Begründer des Rums sind jedoch andere: Don Bacardi und Felice Presto erfanden in etwa gleichzeitig das Prinzip der Herstellung des weißen Rums (auch hier im Rum Shop). Dies geschah 1750 auf den Karibikinseln Kuba und Jamaika. Während die Presto Destillerie auf Jamaika circa 140 Jahre nach der Erfindung von Ureinwohnern zerstört wurde und nie wieder in die Erfolgsspur zurückfand, schuf Bacardi ein wahres Rum-Imperium. Bis heute ist man der weltgrößte Hersteller der edlen Spirituose.
In den letzten 100 Jahren hat man die Herstellungsverfahren immer weiter verfeinert. Beinahe jede Brennerei hat sein eigenes Verfahren, den Rum reifen zu lassen. Dieses wird natürlich streng geheim gehalten…
