Havana Club und Bacardi
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Havana Club und Bacardi – das sind zwei der größten Rum-Produzenten und damit große Konkurrenten. Dies äußerte sich immer wieder in Konflikten, die vor Gericht endeten, viele Millionen kosteten und weltweit für Aufsehen sorgten.
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Nach dem Sieg der kubanischen Revolution im Jahre 1959 verbreitet sich der kubanische Rum sehr schnell in den sozialistischen Ländern, galt jedoch lange eher als Geheimtipp. Erst 1993 verhalf ein Zusammenschluss mit dem drittgrößten Spirituosenhersteller der Welt, dem französischen Unternehmen Pernod-Ricard, dem Havana Club zu großer internationaler Bekanntheit.
Die schnelle Verbreitung und der große Erfolg der kubanischen Marke ärgerte allerdings den größten Konkurrenten: Bacardi. Der Clou an der Sache ist, dass der Bacardi Rum ursprünglich ebenfalls aus Kuba stammt und sogar älter ist (gegründet 1862 in Santiago de Cuba). Bacardi verlegte seinen Firmensitz jedoch 1958 nach Puerto Rico, wo man bis heute die weltgrößte Destillen-Anlage betreibt.
So arbeitete man in Puerto Rico natürlich ab sofort gegen Kuba und gegen den Havana Club. Als Konsequenz wirkten beispielsweise die Rechtsanwälte von Bacardi maßgeblich an der Ausarbeitung des Helms-Burton-Gesetzes mit, mit dem die USA das Embargo gegen Kuba weiter verschärften. Zudem unterstützte man Sabotageakte und Mordanschläge an der kubanischen Führung. 1996 sicherte sich Bacardi die Marke „Havana-Club“ in den USA, ähnlich wie das vorher ein dominikanischer Zigarrenhersteller mit kubanischen Marken (Cohiba, Montecristo, Partagás, Hoyo de Monterrey…) getan hatte.
Die Holding Havana Club International verklagte daraufhin Bacardi, aber die amerikanischen Gerichte gaben Barcadi Recht. So durfte das Unternehmen weiterhin den falschen Havana Club Rum verkaufen, allerdings wurde es verboten, diesen auf den Bahamas zu produzieren. Weitere Klagen, u.a. unterstützt durch die EU unterstütz, wurden ebenfalls abgelehnt.
